Die Naturpark-Strategie – vernetzte Wertschöpfung

“Schützen durch Nützen”

 Alle Bemühungen um den Erhalt des Landschaftsbildes (Kulturlandschaft) setzen voraus, dass der im Naturpark inkludierte Wald und das Grünland so weit wie möglich ökonomisch und schonend bzw. biodiversitätsverträglich bewirtschaftet wird. Die Alternative ist Verbuschung mit darauf folgender Verwaldung. In diesem Sinne gilt der Bestand von Steilhängen und Lärchenwiesen besonders gefährdet.

 Strategie

Langfristig kann dem Verfall der Kulturlandschaft am geeignetsten entgegen gewirkt werden, indem ein engmaschiges Netzwerk an Austausch von Gütern und Dienstleistungen gefördert und organisiert wird, welches dem Ziel entsprechend, Bewirtschaftungsmodelle und Lebensformen zulässt, die als ökonomisch in Verbindung mit Lebensqualität und Biodiversität als profitabel empfunden werden.

Netzwerk Naturpark
Projekte entwickeln mit deinem Regionalentwicklungsverein

Die Leader-Regionen sind als Vereine organisiert. Sie setzen sich aus mehreren Gemeinden zusammen und haben den Zweck, gemeinsam mit der Bevölkerung Projekte zu initiieren, die die Region für die Zukunft stärken und erhalten; sie noch lebendiger und lebenswerter machen.

Die Vorhaben der Leader-Reginen werden durch Mittel aus dem von EU, Bund und Ländern finanzierten Leader Förderprogramm unterstützt.

Traunstein Region
Regatta
Camping am Bauernhof

Ein neuer Ansatz für sanften, nachhaltigen Tourismus mit Wertschöpfung in der Region wird von engagierten Bewirtschaftern im Naturpark Attersee-Traunsee und dem Naturpark Bauernland in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und den Regionalentwicklungsvereinen entwickelt bzw angestrebt.

Dabei werden bzw. wurden bereits stattgefundenen Treffen brisante Themen rund um das „Wilde Campen“ diskutiert:

  • Wohin soll der Tourist, Camper, wenn wir das Stehenbleiben verbieten?
  • Wem soll er die Standgebühr und die Tourismusabgabe zahlen, wenn keine Infrastruktur dafür vorhanden ist?
  • Wie können wir die Chancen des wachsenden Campingtourismus nutzen und Wildcampen in den Griff bekommen!
  • Was sind die gesetzlichen Grundlagen eines Campingplatzes bzw. eines Stell- oder Zeltplatzes?

Ziel der Projektgruppe ist es, den Bewirtschaftern in der Naturparkregion die Möglichkeit zu bieten, offiziell, unkompliziert und rechtskonform Campinggäste auf deren Flächen beherbergen zu dürfen. Den Grundbesitzern soll damit eine weitere Einkommensmöglichkeit und Vision für den Verbleib an Land und den Erhalt von klein strukturierten Landwirtschaften geschaffen werden.

Bild: Urlaub am Erlebnisbauernhof Bruckbacher – Heidemarie Rechberger

Camping am Bauernhof